Das Drama „Ritter Unkenstein“ hat Karl Valentin für die „Ritterspelunke“ geschrieben. Im Dezember 1939 hatte es dort seine Uraufführung und wurde über hundert Mal gespielt. Die Personen sind der „Ritter Unkenstein auf Burg Grünwald“, „Kunigunde, seine liebliche Tochter“ (gespielt von Annemarie Fischer), der „Recke Heinrich“ (gespielt von Karl Valentin), dazu Trommler, Pfeifer, Scharfrichter. Ort der Handlung ist die Burg Grünwald - so in den Regieanweisungen des Stücks.
Angesichts der Leiden und Opfer des 2. Weltkriegs beendete Karl Valentin die theatralische Aufführung in der „Ritterspelunke“ am 5. Juni 1940, kündigte dem Pächter des Weinrestaurants Martin Wegmann und schloss auch das „Panoptikum“ am 30. November 1940.
Vom „Ritter Unkenstein“ gibt es mehrere Fassungen. Die Haupthandlung: Die Tochter des Ritter Unkenstein, Herr auf Burg Grünwald, hat ein lediges Kind bekommen, ausgerechnet vom Hauptfeind des Burgherrn. Dieser will die Schande nicht auf sich sitzen lassen und verurteilt seine eigene Tochter zum Tode. Die Hinrichtung wird durch den Recken Heinrich verhindert, weil er anstelle eines festen Stricks einen Gummistrick verwendet.